„Die dicke Berta“.

Selbstverständlich möchten wir ihnen nicht unsere Feldküche, unsere „dicke Berta“, wie Herr Brehm sie liebevoll nennt, vorenthalten.

Relativ früh hat sich Herr Brehm für eine Kärcher TFK 250 Feldküche entschieden. Auch wenn dieser Typ in der Anschaffung sehr teuer und sehr schwer ist, überwiegen die Vorteile dieses Modells. So verfügt die rollende Satansbraterei über 2 Backrohre, was andere Modelle nicht haben. Auch sind alle Flächen, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, sprich Arbeitsflächen, Druckbräter und -kessel, aus rostfreiem Edelstahl gefertigt. Andere Modelle haben zumeist Kessel aus Aluminium, welche vor dem Hintergrund neuerer Forschungen zunehmend eher kritisch betrachtet werden.

Die Geschichte der dicken Berta.

Unsere rollende Großküche war seit September 1992 bei der Bundeswehr im Einsatz. Was unsere dort alles erlebt hat und wo sie überall im Einsatz war, wissen wir nicht.
Nach ihrer Ausmusterung beim Bund im Jahre 2012 wurde sie von einem Feldküchenhändler in Sachsen aus Bundeswehrbeständen gekauft. Dort wurde sie von einer Privatperson im Ruhrpott aufgekauft und hat in einem zivilen Kleid ein zweites Leben bekommen. Anschließend mit ihr nur noch wenig gekocht, so zwei, drei mal im Jahr bei Events im Ruhrpott. Bis dahin wurde sie ausschließlich mit den originalem Petroleum-Diesel-Kerosinbrennern betrieben.

Technische Daten.

  • Abmessungen im Betrieb:  ca. 5,20m Breite   –  ca. 4,80m Länge  – ca. 2,70m Höhe (inkl. Abluftkamin)
  • Abmessungen Marschbereitschaft: ca. 4,10 Meter Länge, Breite ca. 2 Meter
  • Leergewicht:   2.170kg (mit Petroliumbrennern)
                             2.050kg (mit Gasbrennern)
  • Zul. Gesamtgewicht mit Trailer: 2.500 kg
  • 4 Gasbrenner mit je 22kw Leistung
    Falls aufgrund feuerpolizeilicher Bestimmungen der Gasbetrieb untersagt ist:
    4 Kraftstoffbrenner mit je 18kw  für Diesel,Petroleum oder Kerosinbefeuerung
  • zwei Druckkessel mit je 150l Fassungsvermögen
  • zwei Druckbräter mit je 55l Fassungsvermögen
  • zwei Warmwasserbereiter mit je 22l Fassungsvermögen (auch für Glühwein, etc. geeignet)

27. September 2021

Der Tag, an dem Herr Brehm sein Schmuckstück abgeholt hat, hat auch der Feldküche neues Leben eingehaucht.

Dem handwerklichen Geschick von Herrn Brehm senior ist es zu verdanken, dass die ehemaligen  Reservebrenner jetzt mit Gas betrieben werden. Das macht deutlich weniger Ruß und weniger Gestank und ist obendrein umweltfreundlicher. Außerdem lässt sich mit Gas die Feldküche günstiger betreiben.

Die vier ursprünglichen Brenner haben wir im Originalzustand belassen. Ihr technischer Zustand ist nach wie vor tadellos. Diese können eingesetzt werden, wenn aufgrund feuerpolizeilicher Bestimmungen – z.B. bei Großveranstaltungen – keine Flüssiggasbrenner eingesetzt werden dürften. Aber auch wenn ein besonderer Showeffekt erzielt werden soll, können die Kraftstoffbrenner eingesetzt werden.

Auch muss die mittlerweile in die Jahre gekommene Original- Bundeswehrplane ausgewechselt werden. Das Material ist nach beinnahe 30 Jahren Einsatz bei Wind und Wetter spröde geworden. Dies wird der nächste Schritt werden.